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Warum der / die Ex auch nur ein Mensch ist
Am Ende vieler Beziehungen schauen die Beteiligten auf einen wahren Scheiterhaufen an verbrannten
Emotionen, hochgekochter Wut und einem Bauch voller Rachegefühle. Da ist auf einmal nicht mehr viel
von der tollen und großartigen Liebe, die man sich zuvor geschworen hatte. Was vom Traum der
wundervoll gestarteten Beziehung am Ende übrig bleibt, ist oft das Gefühl, wieder aufs “falsche Pferd”
gesetzt und schon wieder gescheitert zu sein. Und statt dann eine Bestandsaufnahme bei sich zu
machen und sich ehrlich zu fragen, was man selbst dazu beigetragen hat, dass es nicht funktioniert hat,
wird ein Rosenkrieg deluxe angezettelt. Der einst geliebte Mensch wird plötzlich gehasst, es wird nur
noch gestritten und man guckt sich mit dem Hintern nicht an. Sind Kinder im Spiel, wird es oft auf deren
Rücken ausgetragen.
Es werden offensichtlich sehr viele wunde Punkte angetriggert. Doch damit, den Schuldigen im Außen
zu suchen und damit alle Schuld von sich zu weisen, ist niemandem geholfen. Vor allem dir selbst nicht.
Denn du nimmst dich mit in die nächste Beziehung. Und solange du nicht bereit bist, dein Verhalten zu
analysieren und dich zu fragen, was du anders machen kannst, um andere Erfahrungen zu machen, wird
sich auch mit einem neuen Partner an deiner Seite, also außer vielleicht der Optik, nicht viel ändern. Nur
deine Bereitschaft, dich selbst zu verändern wird auch deine Beziehungen, und nicht nur deine
Liebesbeziehungen, drastisch verändern. Du allein entscheidest, wie oft du eine bestimmte Situation
erlebst. Wie soll dein Leben aussehen? Was für eine Beziehung wünscht du dir? Und die wichtigste
Frage lautet: Was kannst du selbst dafür tun?
Hör auf, dich zu fragen, was der Andere alles falsch gemacht hat. Schau bei dir. Dein/e Ex hat übrigens
die gleiche Aufgabe. Und wenn dann jeder bei sich guckt und ihr ganz evtl auch noch miteinander über
eure vergangene Beziehung reden könnt. Dann hören die Kriege aus “Liebe” da draußen vielleicht
endlich auf.