Seite auswählen

Wie ich zur Meditation gekommen bin

Meditation ist etwas, was ich in den letzten zwei Jahren, auch in der Kombination mit Yoga, für mich entdeckt habe. Zu Beginn wusste ich mit dem Begriff Meditation wenig anzufangen und fand es tatsächlich auch wenig aufregend. Denn, Aufregung war ja etwas, für das ich auf diesen Planeten gekommen bin. Diese wahnsinnige Kribbeln im Bauch, immer ein leicht bis stark erhöhter Stresspegel, immer unter Strom und auf dem Sprung zum ins nächste Abenteuer. Beruflich und privat. Während ich so in diesem Hamsterrad festgesteckt habe, immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, bloß keine Langeweile aufkommen lassen, habe ich gar nicht gemerkt, wie langsam aber sicher mein Körper aus der Balance geriet. Immer höher, schneller, weiter.

Aber irgendwann funktioniert das nicht mehr. Dann streikt der Körper. Man fällt um. Muss plötzlich umdenken, das eigene Leben neu sortieren. Und dabei lernt man verdammt viel über sich, z.B., dass stetige Aufregung im Leben total anstrengend ist, man aber dem gegenüber abstumpft, weil der Körper sich (vermeintlich) daran gewöhnt. Als ich mich dann sehr auf mich und meinen Körper besinnen musste, habe ich gemerkt, wie sehr ich auch vor mir selbst davongelaufen bin. Denn stetige Beschäftigung im Außen sorgt auch dafür, dass man gar keine Zeit hat, sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Die eigene Stimme wieder hören

Doch gerade die Beschäftigung mit uns selbst führt uns zu den wahren Schätzen in unserem Leben. In dieser Zeit habe ich angefangen, mir (oder meiner Seele) wirklich zuzuhören. Und im nächsten Step mir selbst gut zu tun, statt immer erst an alle anderen zu denken oder ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich mal krank war und für meine Tageskinder ausfiel. Ich habe die Zeit mit mir allein lieben gelernt und heute möchte ich sie nicht mehr missen. In dieser Zeit tanke ich auf, kann ganz in meinem eigenen Rhythmus leben und mich bewegen. Oftmals braucht es dafür nur ein paar Stunden nur für mich. Wenn ich zu lange nicht darauf achte, hin und wieder meine Auszeiten zu nehmen, braucht es auch mal 2-3 Tage, um wieder völlig bei mir anzukommen.

Warum Meditation mir geholfen hat

Die Meditation hat mir wirklich geholfen, auch innerlich still und nicht mehr getrieben zu sein. Anfangs war das eine echte Herausforderung, denn nach einem Leben, wie ich es geführt habe, gefühlt von einem Drama und Kick zum nächsten, in die Stille zu gehen, war schon sehr spannend. Im ersten Moment (und auch im zweiten und dritten) wurde es sehr laut in mir. Ich habe das erste Mal bewusst wahrgenommen, wie viele Gedanken da ständig durch meinen Kopf schießen und dass viele davon nicht unbedingt positiv waren. Das zu akzeptieren, obwohl ich mich für einen sehr positiven und optimistischen Menschen gehalten hatte, war schwierig. Heute, viele Meditationen und Stillezeiten weiter, weiß ich, dass es immer noch weiter und tiefer und stiller geht. Erst ging es vor allem darum, nicht allen Gedanken nachzugehen. Wie oft ist es mir passiert, dass ich plötzlich wieder einem Gedanken gefolgt war und tief in seiner Geschichte verstrickt war, bevor ich überhaupt gemerkt hatte, dass ich ihm gefolgt war. Das zu kontrollieren und Gedanken einfach durchziehen zu lassen, war meine größte Herausforderung. Auch heute habe ich noch Tage, an denen es schwieriger ist als an anderen.

Hast du schon Erfahrung mit Meditation und Stille gemacht? Wie ist es dir dabei ergangen? Was hat sich gut und stimmig angefühlt? Wenn du magst, teile deine Erfahrungen gern mit uns. Wir freuen uns über Post von euch.

Meditation – meine Definition

Für mich ist Meditation inzwischen einfach erwartungsfreies Sitzen (okay okay, ich liege in der Meditation am liebsten). Ich möchte dann wirklich leer werden und schauen, was gerade hochkommt. Das mag ich nicht mehr planen. Wenn ich mit einer Erwartung in die Meditation gehe (z.B. gleich möchte ich super entspannt sein), kann ich mich garantiert nicht entspannen. Ich glaube, in der Meditation geht es wirklich darum, alles loszulassen, sich der eigenen inneren Stimme zu öffnen und einfach zuzuhören, so denn man sie unter dem Lärm der Gedanken hören kann. Aber auch hier macht einfach Übung den Meister.
Ich habe z.B. mit geführten Meditationen und Phantasiereisen angefangen. Wie oft bin ich dabei einfach eingeschlafen! Da ich meine Meditation immer auf dem Bett gemacht habe, war ich nach eingier Zeit schon so darauf konditioniert, dass ich mich nur aufs Bett legen musste und innerhalb von 3 Sekunden in Trance war. Inzwischen, nach einiger Zeit der Übung, schlafe ich auch nicht mehr ein, sondern kann lange Zeit in dem schönen Schwebezustand zwischen Schlaf und Wach verharren. Und wenn ich dann wieder in die Wachwelt zurückkehre, bin ich wirklich friedlich und erholt.
Der schöne Nebeneffekt: Meditation verändert unsere Gehirnstruktur und wir werden friedlicher und gelassener. Dazu mehr demnächst in einem neuen Blogartikel.

Ein Lehrer kann helfen

Insgesamt hätte ich mir gewünscht, einen “Lehrer” zu haben, der mich bei meinen ersten Versuchen begleitet und mir wertvolle Tips gibt, mit denen der Trancezustand leichter zu erreichen ist. Da mir das damals gefehlt hat, gibt es bei Be Unique immer mal wieder Meditations- und Entspannungsabende, an denen wir gemeinsam üben, zu relaxen und wirklich wirklich loszulassen. Wenn du Lust hast, schau doch auch gerne mal bei uns vorbei und gönn dir einen Abend Ruhe und Stille. Es tut sooooo gut. Und in der Gruppe macht es gleich noch viel mehr Spaß!