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Intuition vs. Ratio

Wir (also wir Menschen, die in der westlichen Welt geboren und aufgewachsen sind) sind in der Mehrzahl Linkshirn-Nutzer. Schon von klein auf werden wir auf Leistung, Wohlverhalten und Analyse getrimmt. Dieses erzieherische Verhalten ist wohl unser Gesellschaft geschuldet, die dem Materiellen mehr Wert beimisst als den intuitiven und geistigen Dingen.
Kommen wir als Baby noch mit ausgeprägten intuitiven Fähigkeiten und unbeschrieben auf die Welt, hat dies spätestens im Kindergarten ein Ende. Denn dieser soll ja heute schon auf den “Ernst des Lebens” vorbereiten. Ist das nicht gruselig? Spätestens mit 5 Jahren hören wir, dass das Leben keine Freude, sondern eine ernste Angelegenheit ist. Und darauf müssen wir frühst- und bestmöglich vorbereitet werden. Und so wird unserer Kreativität mit vorgefertigten Ausmalbildern und Mathematik schon in der Vorschule zu Leibe gerückt. Brav am Tisch sitzen sollen wir, nicht zu laut lachen und keine Blümchen ins Heft malen. Es muss ja alles seine Ordnung haben…

Vorwiegend Linkshirnaktivität

Die Schulung und Ausbildung unserer Intuition und Kreativität wird unter der stetig wachsenden Masse von Linkshirnaktivität mehr und mehr begraben und damit geht uns etwas wichtiges verloren.
Dennoch hat die Ratio auch ihre Daseinsberechtigung. Durch das Erforschen und Hinterfragen verstehen wir unsere Welt immer besser. Wir können uns Dinge erklären. Die Welt im wahrsten Sinne des WOrtes begreifen. Wir glauben an das, was wir sehen und anfassen können. Und davon gibt es viele Dinge. Ich finde es fantastisch, welch wundervolle Errungenschaften uns die Technik und der analytische Verstand gebracht haben. Sie machen das Leben in vielerlei Hinsicht leichter. Doch leider spalten sie die Welt auch immer mehr. Denn sie tragen leider auch dazu bei, dass wir unsere Welt zerstören. Und das passiert, weil wir die materielle Seite so sehr betonen. Die Waagschale auf der Seite zu sehr füllen.

Wir brauchen mehr Liebe

Wir brauchen so dringend wieder unsere Intuition, um glücklicher, herzlicher und freudiger zu sein. Andere Länder sind uns da meilenweit voraus – interessanterweise bezeichnen wir sie als Entwicklungsländer. Während wir uns im Westen auf die Entwicklung und Erforschung der Materie gestürzt haben, haben diese Länder den Geist erforscht. Sie verstehen Dinge wie Wiedergeburt, Seele und Bewusstsein auf so viel tiefere Art als wir, sind viel mehr mit der Natur und ihren Rhythmen vertraut. Haben von daher auch eine bessere Beziehung zu ihrem Körper und leben gesünder. Sie haben Zugang zur geistigen Welt, sie wissen, wo wir sagen würden, sie glauben. Weil das, was sie wissen, nicht mit den Hängen greifbar, sondern nur mit der Seele zu verstehen ist. Sie weiß. Und da diese Menschen Zugang zu ihrer Seele haben, um sie wissen und sie in ihrem Leben willkommen heißen, wissen sie auch. Aber auch ihre Waagschale betont die eine Seite stärker als die andere und damit herrscht auch hier keine Balance.
Vielleicht könnten wir voneinander lernen, um das materialistische mit dem intuitiven zu verbinden. Denn, es hat beides seine Daseinsberechtigung. So lange wir aber das eine stärker betonen als das andere, werden wir immer Grenzen schaffen – in uns selbst, zwischen Ländern und zwischen Menschen und Völkern. Vielleicht können wir uns an die Hände nehmen und uns gegenseitig unsere Sprachen beibringen, so dass Herz und Hirn in Balance kommen können!? In was für einer Welt würden unsere Kinder dann aufwachsen?

Wie kann das Zusammenspiel gelingen?

Das sollten wir uns immer wieder fragen. Auf unserer linkshirnigen, wie auch auf der anderen Seite. Wir müssen die Arroganz hinter uns lassen, dass wir recht haben. Und zwar jeder Einzelne von uns. Daher muss ein erster Schritt sein, bei dir selbst anzufangen und zu schauen, wie du selbst in Balance kommst, um wieder einen besseren Zugang zu deiner Intuition zu bekommen. Denn, mal ganz ehrlich, Konsum und Materie – das können wir hier schon richtig gut! Meditation ist z.B. ein effektiver Weg, mehr zu sich selbst zu finden. Aber natürlich auch der Kontakt mit Menschen, die anders denken, Büchern und Filmen, die den Blickwinkel über den eigenen Tellerrand erheben. Insgesamt sollten wir uns um den Einklang von Materie und Geist bemühen und dies schon unseren Kindern mitgeben. So dürfen im Lehrplan der Zukunft Naturwissenschaften mit ihrem rationalen Ansatz genauso vertreten sein wie Meditation und Glücksunterricht. Öffnen wir uns alle für eine Welt voller Möglichkeiten, die beides vereint – Geist und Materie. Sie sind eins, denn die Materie entspringt dem Geist. Wir wissen es nur noch nicht. 😉